tristezza

24. Juli 2014
von tristezza
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Tofu selbst gemacht

Schon seit Jahren steht bei mir so ein Vegan-Star rum. Ob dies das Vorgängermodell der heutigen Sojabella ist?

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Nun denn, heute habe ich das Gerät wieder einmal benutzt um Sojamilch herzustellen.

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Und aus dieser Sojamilch versuche ich nun endlich Tofu herzustellen. In der Anleitung zum Vegan-Star steht, man soll die Sojamilch mit frischem Zitronensaft zum Gerinnen bringen. Ich habe da so eine schemenhafte Erinnerung, dass ich dies einmal versucht hatte…Und nun weiss ich wohl auch wieder, weshalb ich die Tofu Herstellung danach sein gelassen habe. Es hatte nicht funktioniert mit dem Gerinnen.

Traditionell wird Tofu mit Nigari, welches aus Meerwasser gewonnen wird, hergestellt. Heutzutage verwendet die Tofu-Industrie als Gerinnungsmittel gereinigtes Magnesiumchlorid, Calciumsulfat oder Zitronensäure. Mehr Infos darüber weiss die Tante Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Nigari

Ich werde einen Versuch starten mit Magnesumchlorid. Wir werden sehen….

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Die fertige Sojamilch (1,5 Liter) habe ich auf ca. 70°Celsius erhitzt. In der Zwischenzeit wird 7g Magnesiumchlorid in wenig Wasser aufgelöst.

Man beachte bitte NICHT, den Aufdruck auf meinem Thermometer! :o)

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Etwa die Hälfte des aufgelösten Magesiumchlorids langsam in der heissen Sojamilch verteilen, umrühren, 2-3 Minuten warten. Dann den Rest davon sorgfältig hinzugiessen, vorsichtig umrühren, Deckel drauflegen und etwa 15 Minuten ruhen lassen.

Die Sojamilch hat sich schon bei der ersten Gabe des Gerinnungsmittel getrennt. Es scheint zu klappen…

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Nach der Wartezeit die geronnene Sojamilch durch ein feines Tuch sieben. Ich hatte damals zu diesem Vegan-Star so eine Tofupressform inklusive dem Tuch dazu bekommen (glücklicherweise hatte ich diese noch nicht entsorgt…).

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Ich habe erst ein dichter gewobenes Küchentuch benutzt, da ich befürchtet hatte, dass sich die feine Masse durch die Maschengitter davonmacht… ;o)

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Die so gewonnene noch flockige Tofumasse in ein passendes Gefäss, Sieb oder ähnliches mitsamt des Tuches geben.

Gewicht darauf legen und nach 15-30 Minuten den fertigen Tofu in kaltes Wasser geben.

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Unglaublich, aber ich habe tatsächlich Tofu selbst hergestellt!! *freufreu*

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Der Tofu kann problemlos ein paar Tage in einem geschlossenen Gefäss bedeckt mit Wasser im Kühlschrank gelagert werden. Es wird empfohlen täglich das Wasser zu wechseln.

Der Geschmack meines ersten Tofu’s ist sehr mild und dezent. Die Konsistenz ist etwas weicher als bei einem gekauften. Ich denke man kann da variieren, je nach dem wie lange man den Tofu auspressen lässt und mit wieviel Gewicht.

Inspiriert, die Tofuherstellung endlich in Angriff zu nehmen wurde ich durch das Video vom Selbstversorgerkanal.

Und für die Feinheiten habe ich mich an die Anleitung von missboulette gelehnt.

Dieser “Selbstversuch” und noch vieles mehr ist auch auf dem Blog Vom Vegi zum Veganer, wo ich als Co-Bloggerin mitschreibe, zu verfolgen.

20. Juni 2014
von tristezza
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Amaranth-Buchweizen-Pfannkuchen

Amaranth als ganzes Korn gekocht schmeckte mir bis jetzt nicht sonderlich. Deshalb hatte ich noch immer eine angefangene Packung davon im Vorratsschrank stehen, welche endlich verbraucht werden sollte.
Nun, ich bin eine glückliche Besitzerin einer Getreidemühle. Erstmal musste ich mich schlau machen, ob dieses kleine Körnchen zu mahlen überhaupt möglich ist. Langsam einrieseln lassen, hiess es.

Beim ersten Versuch haben sich aber tatsächlich die Mahlsteine mit den Amaranth-Körnchen verkeilt. Es hat dann beim zweiten Anlauf doch noch geklappt.

Und weil ich schon dabei war, so mahlte ich gleich noch etwas Buchweizen zu feinem Mehl.

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Gefunden im Netz habe ich ungefähr dieses Rezept:

100g Amaranthmehl
50g Buchweizenmehl
1 TL Salz
1 EL Olivenöl
250 ml Wasser (ich habe etwas mehr Wasser dazugegeben, da mir der Teig zu dickflüssig erschien)

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Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und in einer beschichteten Pfanne mit wenig Öl zu Pfannkuchen ausbacken. Die Pfannkuchen erst dann wenden, wenn die Oberfläche “trocken” aussieht.

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Mir haben die Pfannkuchen mit süssem Belag jedoch besser geschmeckt als zu Salat. Der eigensinnige Geschmack des Amaranths lässt sich auch in dieser Form nicht ganz verstecken und auch der Buchweizen ist ein Unikat, was dies anbelangt….

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Diese Pfannkuchen wurden auch auf dem Blog Vom Vegi zum Veganer ausgebacken…

22. Mai 2014
von tristezza
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Mandelmilch aus Mandelmus

Ich mache mir meine Pflanzenmilch für meinen Matcha-Latte, für in den Kaffee oder auch für zum Kochen und Backen selber. Ruckzuck gemixt aus Mandelmus.

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Einfach einen Teelöffel vom Mandelpüree zu etwa 250ml Wasser geben, nach Wunsch einen Spritzer Agavensaft dazugeben.

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Mit meinem Personal-Blender wenige Sekunden gemixt ergibt dies eine wunderbare weisse Mandelmilch.

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In einem kleinen Pfännchen kurz gewärmt. Aber aufgepasst: wird diese Pflanzenmilch zu heiss, trennt sie sich. Und überkochen kann sie genauso schnell wie Kuhmilch… :o)

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Mein täglicher Matcha-Latte mit Vanille, zubereitet mit dieser Mandelmilch.

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Diese Mandelmilch-Anleitung und noch vieles mehr, was mit veganer Ernährung zu tun hat, ist auch auf dem Blog Vom Vegi zum Veganer zu entdecken.

5. Mai 2014
von tristezza
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Chruutstiel-Röllchen

Als ich das Video von der Lady Landrand über die Mangold-Chili-Röllchen sah, da musste ich so schnell wie möglich die benötigten Zutaten dazu besorgen… Ich wollte diese knusprigen Blätterteig-Schnegglein haben, und zwar am liebsten sofort!

Bei uns in der Schweiz gibt es rechteckig ausgewallten Blätterteig zu kaufen. Diesen habe ich ausgebreitet und in vier Stücke zerteilt.
Ich habe zwei Hand voll kleingeschnittenes Chruutstielgrün mit Salz, Pfeffer und Chili gewürzt. Anstelle von Knoblauch habe ich frischen Schnittlauch dazugeschnippelt. Aus einer Hand voll Cashewkernen und Wasser hat mein Personal Blender eine Cashew-Sahne gezaubert, diese habe ich unter das Grünzeug gemischt.
Die Füllung habe ich auf dem Blätterteig verteilt und dabei den oberen Längsrand etwas freigelassen.

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Aufrollen, in 2-3cm grosse Stücke schneiden und auf einem Backblech verteilen.

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Bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen und darauf warten…

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…dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft bei dem Duft, der dem Ofen entströmt…

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Diese und noch viele andere Leckereien findest Du auch auf dem Blog Vom Vegi zum Veganer, wo ich als Co-Bloggerin mitwirke.

19. April 2014
von tristezza
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Spargel-Rhabarber-Risotto

Spargel rüsten und in Stücke schneiden, dabei die zarten Spargelköpfe beiseite legen.
Rhabarber schälen und ebenfalls in kleinere Stücke schneiden.

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Die Spargelstücke zusammen mit dem Rhabarber kurz in etwas Öl anbraten, mit wenig Agavensaft caramellisieren.

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Risottoreis dazugeben und mitdünsten bis er glasig ist.

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Salzen und mit Wasser ablöschen. Es kann natürlich an dieser Stelle auch Gemüsebrühe verwendet werden, falls vorhanden.

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Ich verwende für ein Risotto jeweils dieses Verhältnis: Einen Teil Reis und das zweieinhalbfache Wasser/Flüssigkeit. In allen Koch-und Lehrbüchern wird immer behauptet, man müsse nach und nach die Flüssigkeit beigeben. Ich gebe aber von Anfang an die gesamte Flüssigkeit hinzu, koche sie kurz auf und schalte den Herd auf ganz kleine Flamme. Deckel drauf und nach 15 Minuten rühre ich um.

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Je nach dem gebe ich dann noch etwas mehr Flüssigkeit hinzu und
natürlich noch die beiseite gelegten Spargelspitzen und lasse das
Risotto weitere 5 bis 10 Minuten zugedeckt köcheln.

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Ist der Reis gar, nehme ich den Topf von der Wärmequelle weg, füge einen Klacks Cashewmus hinzu, schmecke mit Salz ab und lasse das Risotto zugedeckt weitere 10 Minuten ziehen.

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Auf diese Weise kann mit jedem beliebigen Gemüse, mit Pilzen und natürlich auch mit Früchten ein Risotto gezaubert werden.

Diese Variante mit dem Rhabarber hat einen leicht säuerlichen Geschmack und der Rhabarber war von der Konsistenz her nicht mehr herauszuspüren. Der Duft hat mich zuerst an meine Kindheit, an Urlaub in Italien, an die Kochkünste meiner Nonna erinnert. Wahrscheinlich ist die Säure des Rhabarbers ähnlich der von Tomaten. Deshalb wohl meine Reise in die Vegangenheit durch die Kopplung des Geruchsinnes mit den Erinnerungen…

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Dieses Risotto-Rezept ist auch auf dem Blog Vom Vegi zum Veganer zu finden.