tristezza

Category: Spirituelles

Beltane

Seit Beltane sind die Schwalben wieder hier. Sie schwirren kreischend um die Häuser der Stadt und der Klang dieser Flugkünstler lässt in mir das Gefühl von Sommer aufkommen. Es kann sein, dass sie schon früher da waren, aber ich habe sie in diesem Jahr am 30. April zum ersten Mal gesehen und gehört.

Leider kommen mit dem Sommer auch immer grosse Scharen an Touristen und Flanierer in die Stadt am Zürichsee hereingeströmt. Ganz zu schweigen von den Nächten, in welchen Spätheimkehrer sich so laut unterhalten oder gar umhergröhlen, dass an einen erholsamen Schlaf kaum zu denken ist.

Jedoch, wenn die Auslieferung unserer Bestellung ans Universum diejenige ist, welche sich für uns unmissverständlich als solche präsentiert, so wird sich diese Situation in den nächsten Monaten ändern…Zu diesem Anlass habe ich am 1. Mai eine Göttinnenkarte gezogen:

Botschaft der Cordelia:”Eingepfercht zu leben ist für die Bewohner dieses aufregenden Planeten einfach nicht natürlich. Glaub mir, es gibt da draussen viel zu sehen und zu erleben, du musst nur deine vier Wände verlassen. Ein täglicher Ausflug ins Freie wird nicht nur Geist und Seele erfrischen, sondern dir auch Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft dieses Planeten schenken. Du wirst alles Gute sehen, das es in der Natur gibt: erblühende Blumen, frisches Blattgrün, zwitschernde Vögel und den dich zärtlich umwehenden Wind. Lass keinen Tag mehr vergehen, ohne dich wenigstens einmal in diese unterhaltende und aufregende Umgebung zu begeben!”

Bedeutungsspektrum: Das von dir Gewünschte wird im Mai und/oder bei wärmerem Wetter eintreten-Verbringe Zeit in der Natur-Such dir eine Arbeit, bei der du mehr mit der Natur verbunden bist-Setz dich für die Umwelt ein-Erkenne, dass du einen Ausgleich brauchst, mehr Zeit für Ruhe und Spiel.

Über Cordelia: Diese keltische Feengöttin hütet die Frühlings-und Sommerblumen. Sie steht mit dem alten heiligen Fest Beltane in Verbindung, mit dem die Kelten am 1. Mai den Sommer begrüssten. Bitte Cordelia um Hilfe, wenn du eine Situation oder Beziehung aufwärmen möchtest, die trist oder unterkühlt wirkt.

Text und Bild über Cordelia von Doreen Virtue

Alles spricht dafür, dass unsere Bestellung schon da ist, es fühlt sich einfach so an. Und die Gewissheit für den Verstand werden wir in den nächsten Tagen auch noch haben…

Traum

Heute morgen hatte ich einen wirklich erschreckenden Traum, der mich gefühlsmässig noch lange in den Tag begleitet hat. Normalerweise suchen mich solche Träume eher kurz nach dem Einschlafen oder mitten in der Nacht heim. Irgendwie war das ganz speziell und schrecklich real.

Interessanterweise hatte ich im Traum so etwas wie eine Erkenntnis: dass dieses Traum-Ereignis wohl gut wäre, damit ich schneller von “Dingen” loslassen könne. Aber ich hatte keinen luziden Traum, ich war mir also nicht bewusst, dass ich träumte. Ich durchlebte eine riesen Angst und Schmerzen und wahrscheinlich habe ich laut hörbar geschrien, so wie ich es als Kind oft erlebt habe und manchmal darob erwacht bin.

Begegnung

Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen. So habe ich mich warm angezogen, Zigaretten eingepackt und mich auf den Weg gemacht zu einem Lieblingsplatz von mir. Dort bin ich nur, wenn ich nachts nicht schlafen kann, denn tagsüber hat es dort zu viele Menschen.

Der See liegt ausgesprochen ruhig in seinem Bett. Der Mond, die umliegenden Berge und all die Lichter um den See spiegeln sich im Wasser. Irgendwie ist es eine spezielle Nacht. Weshalb ich nicht schlafen kann? Momentan schwirren zu viele Gedanken in meinem Kopf umher. Irgendwie bin ich in einer Transformationsphase…Bin ich vielleicht deshalb so verletzlich? Oder liegt es einfach nur am meiner prämenstruellen Phase?

Ich setze mich auf eine Bank. Die daran festgefrorenen Regentropfen glitzern im Mondlicht. Eine Zigarette nach der anderen zünde ich an und inhaliere genüsslich den Rauch. Lasse meinen Gedanken freien Lauf und lausche dem leisen Gemurmel und Gequake der Enten, die schlaftrunken in Ufernähe vor sich hindümpeln. Sonst ist alles still. Ab und zu nehme ich den Lärm eines Autos wahr, welches über die nahegelegene Seebrücke poltert. Nachts um halb drei. Auch wenn es meist eher aufwühlende Gedanken sind, die mich mitten in der Nacht an den See treiben, so geniesse ich diese Zeiten auf eine gewisse Weise.

Endlich können meine wirren Gedanken Ruhe finden. Ob das die Wirkung des spiegelglatten See’s ist?

Plötzlich habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr allein bin. Ich drehe mich um und ein stattlicher Fuchs trottet in meine Richtung. Er hat mich noch nicht gesehen und anscheinend auch nicht gewittert. Erst als er nur noch etwa fünf Meter Abstand zu mir hat sieht er mich und bleibt einen Moment erstarrt stehen. Dann entfernt er sich wieder um dann in verschiedenen Abständen immer wieder stehen zu bleiben um mich genau zu beobachten. Dann verschwindet er in der Dunkelheit.

Eine zauberhafte magische Nacht! Ich fühle mich beschenkt von dieser Begegnung…

Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam,
ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
die voller Licht und schöner Träume sind,
wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
da hört ein Wesen ich die Frage tun,
ob ich dies zu leben mich getraute,
denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme-
»Dies ist das Leben, das ich leben will!«
gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme.
So wars als ich ins neue Leben trat
und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenns oft mir nicht gefällt,
denn ungeboren hab ich es bejaht.

Hermann Hesse

Dieses Gedicht von Hermann Hesse habe ich bei frauenmond entdeckt.

Ein besinnliches Jul-Fest wünsche ich Euch…

…auf dass alles was tot ist, losgelassen werden kann und dafür Etwas neues, lichtbringendes geboren werden kann….

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